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Bautzen: The dilemma of the majority Background to the Saxon right of assembly The Saxon Corona Emergency Ordinance currently prohibits assemblies with more than ten participants. Für Befürworter der Corona-Regeln und Gegner der Montagsaufmärsche bedeutet das ein Dilemma: Sie können ihre Position nicht auf der Straße äußern, ohne gegen die geltenden Vorschriften zu verstoßen. Tim Döke und Christian Tiede...
Die Erfolgsgeschichte begann damit, dass sie „ein 19-jähriges verrücktes Mädchen war, das nicht wusste, dass das nicht funktioniert“, sagt Stanislava Liasota. Als sie die erste professionelle Musicaltheatergruppe der Ukraine gründete, sei daher nicht absehbar gewesen, dass sie mehr als 13 Jahre bestehen würde. „Wir haben als Traum angefangen“, erinnert sie sich. Als Fan von Victor Hugos „Notre-Dame de Paris“ scharte die Berufsmusikerin aus Kyjiw Sänger:innen um sich, um die Gruppe „Comme il faut“ (wie es sein soll) als Theater der Musicals zu gründen und das französische Musical aufzuführen.
Unterschiedliche Traditionen
Bereits 2008 waren Musicals auf den großen Bühnen der ukrainischen Theater bekannt, stellt Liasota klar. Aber bis dahin habe es eben keine professionelle Gruppe gegeben, die nur diese Art von Stücken aufführte. „Ich denke, das liegt an unseren unterschiedlichen Traditionen“, sieht sie andere Gewohnheiten in der Ukraine im Vergleich zu anderen europäischen Ländern oder den USA: „Wir haben keine Theater, in denen es nur ein Musical für drei Monate oder ein halbes Jahr gibt.“ Also wählten Liasota und ihr Team einen anderen Ansatz: Sie spielten auf wechselnden Bühnen.

Nachdem ihr erster Auftritt gut angekommen sei, sei es eine Art „natürlicher Prozess“ gewesen, wie die 33-Jährige beschreibt. Die Leute mochten es, wollten mehr – also machte die Gruppe weiter. „Und jetzt sind es 13 Jahre“, bilanziert Liasota. Angefangen auf kleinen Bühnen in Konzertsälen für 300 Personen, kennt die Gruppe heute einige der wichtigsten Bühnen des Landes: den Oktoberpalast in Kyjiw, das Staatliche Akademische Opern- und Balletttheater in Charkiv (das im März 2022 während russischen Invasion zerstört wurde) oder das Opernhaus Odesa; mit dem Musical Marilyn Monroe bespielte "Comme il faut" erstmals eine dieser großen Bühnen. Liassota sagt:
„Ich denke, was man in einem Konzertsaal für ein paar Hundert Menschen machen kann, kann man in jedem großen Saal machen.“
Mit dieser anderen Art der Auftritte, kombiniert mit einem angepassten Marketing, gelang es Comme il faut, jedes Mal, wenn die Gruppe spielte, sein Publikum zu gewinnen. Liasota möchte jedoch nicht, dass dies allein als ihr Erfolg gewertet wird. „Es gab so viele Menschen, die geholfen haben, einfach weil wir cool sind und in der Ukraine etwas Großartiges geschafft haben“, sagt sie. Ob Fotoshootings, Website, PR oder Management: „Es hat wirklich sehr geholfen.“
Ein außergewöhnlicher Moment für Liasota ereignete sich 2018, als sie als erste Theaterregisseurin eine Bühnenadaption des Musicalfilms The Greatest Showman präsentierte und Hugh Jackman selbst den Trailer auf seiner Facebook-Seite teilte und kommentierte: „Das ist großartig!!!” Liasota erinnert sich, wie der Trailer immer mehr Likes bekam – „Ich dachte, es ist abnormal“ – bis sie merkte, wieso er viral ging. Während Fans in die Ukraine kommen wollten, um das Musical zu besuchen, hatte sie nun das Problem, dass Comme il faut eben keine feste Bühne hatte und oft nicht wusste, wann oder wo das nächste Stück stattfinden würde. „In der Ukraine ist es schwierig, eine Show zu machen, weil es viel kostet“, sagt sie. Sie müssten die Bühne und das Equipment bezahlen, ohne zu wissen, ob sich der Ticketverkauf auszahlt: „Wir wussten nie, ob wir dieses oder das nächste Mal pleite sind.“
Derweil stellte die Pandemie laut Liasota keine allzu große Herausforderung dar. Die Schließungen der Bühnen waren kürzer als in anderen Ländern und die Beschränkungen weniger strikt. Zudem hätten alle Teammitglieder unterschiedliche Projekte und seien nicht abhängig von den Musicals. „Wir brauchen ein paar Wochen Proben und dann haben wir die Show“, erklärt Liasota. Im Laufe der Zeit hat Comme il faut zahlreiche Musical-Projekte umgesetzt und sogar Gastspiele in Südkorea und gehabt. Dadurch sei es manchmal schwierig gewesen, eine Gruppe für die Auftritte in der Ukraine zusammenzustellen. Am Ende hat es aber immer geklappt.
Russlands Invasion ändert alles
Aber Russlands großangelegte Invasion in der Ukraine brachte jetzt alles zum Erliegen. Liasota ist die ganze Zeit in Kyjiw geblieben, während viele das Land verlassen haben.
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